Ruhestörung oder Kunstunterricht?

 

Lautes Klopfen dringt aus dem Keller der Volksschule Dinkelscherben. Weil die Arbeit zum Schwitzen bringt, haben sie auch noch die Fenster geöffnet. So hört man die rhythmischen Schläge nicht nur im darüberliegenden Musiksaal sondern auch noch auf dem Pausenhof. Beschwert hat sich aber noch keiner.

Was ist da los?

Die Klasse 6 A arbeitet dort. Mit Holzhammer und Stechbeitel hauen sie Formen in die Schwartenbretter. Zu zweit bearbeiten sie je ein mit Schraubzwingen befestigtes Brett. So entstehen vor allem Muster, aber auch Schlangen, ein Drache, Blumen, ein Fisch und anderes auf und in den Brettern. Michael und Alexander gehen wie echte Schreiner ran. Deutlich sieht man hier tiefe Gräben im Brett. Der Einsatz der Raspeln begradigte die groben Linien etwas. Das Ergebnis ist imponierend. Johannes und Alex gingen mit ihrem Brett behutsamer um, die schöne silberne Schicht unter der Rinde wurde mehrmals mit Feilen geglättet. Patrick und Christina bekamen nur ein dünnes Brett, einfache Rechtecke zieren die Oberfläche. Tanja, Sophia und Manuela sind die einzige Dreiergruppe. Auf ihrem Brett haben die Holzwürmer schon ihr Bild gebohrt, mit ihrem Blau bringen sie diese hoffentlich gut zur Geltung. 

Annemarie und Sandra haben schon ihre Dispersionsfarben hervorgeholt, ein rötlicher Fisch und eine gelbe Schlange entstehen.  Lisa bemalt ein Herz knallrot und Anna den Drachen grün.

Aber jetzt ist Ende der heutigen Kunststunde mit Lehrerin Rosi Lang. Unsere tüchtigen Werkzeugmeister Simone und Veronika verstauen zuverlässig alles wieder am richtigen Platz. Nur mit dem Kehren will es heute nicht ganz so klappen.