Sightseeing tour einer besonderen Art

 

Seit dem Jahr 1999 unterhält die Volksschule Dinkelscherben im Rahmen des europäischen Bildungsprojekts Comenius partnerschaftliche Beziehungen zu Schulen im europäischen Ausland. Mit dem Ziel Einblick in das Schulsystem zu gewinnen, landeskundliche Aspekte des Lehrplans zu intensivieren sowie um Projektarbeiten zu evaluieren und auszutauschen reisten der Schulleiter Manfred Hörmann und die Koordinationsleiterin des Projekts Annemarie Grohs zu einem 5-tägigen Arbeitstreffen an ihre Partnerschule in Dawlish. Dawlish ist ein kleines Küstenstädtchen in der im Südwesten Englands gelegenen Grafschaft Devon. Dort trafen sie auch eine Delegation der dritten am Projekt beteiligten Schule aus Ungarn.

 

Ansicht von Dawlish

 

 

Da die Anreise an einem Wochenende statt fand, begann das Programm zunächst mit einem Abendessen in freundschaftlicher Atmosphäre im Haus einer englischen Lehrerin. Bei herrlichem Frühlingswetter wurden die Lehrer am Sonntag zu einer Führung durch einen Weinberg eingeladen. Erstaunlicherweise gelingt es den wenigen englischen Weinbauern trotz der klimatisch nicht optimalen Bedingungen zwar in kleinem Rahmen, aber dennoch mit Erfolg Wein anzubauen.

Am Montag ging es zur Westcliff Primary School in Dawlish. Dort wurden die Gäste aus Ungarn und Deutschland von der Schulleitung und dem Lehrerkollegium herzlich begrüßt.

Herr Hörmann überreichte im Rahmen einer kurzen Lehrerkonferenz die neue Schulchronik der Volksschule Dinkelscherben.

 

 

Englische Rektorin freut sich über Dinkelscherbener Schulchronik

 

 

Die ausländischen Gäste hatten anschließend Gelegenheit, den Unterrichtsbetrieb kennen zu lernen.

Zunächst stach den Besuchern die schuleinheitliche Kleidung ins Auge. Alle Schüler trugen weiße T-Shirts, blaue Pullover, schwarze Hosen und schwarze Schuhe. Großer Wert wird an dieser Schule auf diszipliniertes Verhalten gelegt. Beeindruckend war für die Besucher die hohe Qualität des Unterrichts mit viel Differenzierung und Individualisierung. Dies ist allerdings nur möglich durch den Einsatz zahlreicher zusätzlicher pädagogischer Fachkräfte. Auffällig war, dass die Schule mit modernsten Medien ausgestattet ist. In jedem Klassenzimmer befanden sich Beamer und Smartboard. Schultafeln herkömmlicher Art suchte man vergeblich.

 

 

Bereits die Kleinsten lernen am Computer

 

 

Große Freude entstand bei den englischen Schülern, als sie von ihren deutschen und ungarischen Brief- bzw. Emailpartnern Briefe und kleine Geschenke erhielten.

Im Rahmen der wöchentlich statt findenden Assembly (=Zusammenkunft aller Schüler und Lehrer) boten die Schüler den Gästen einen musikalischen Willkommensgruß in der multifunktional genützten Schulhalle dar. Diese wird bei Bedarf zur Sporthalle oder zum Speisesaal umfunktioniert.

 

 

Traditionell und typisch: Assembly

 

 

 

 

 

Mittagessen in der multifunktionalen Aula

 

 

 

 

Die Projektkoordinatoren nutzten das Treffen  zu einem regen und konstruktiven Austausch ihrer in diesem Abschnitt geleisteten Projektarbeiten: An allen drei Schulen wurde ein Thema ausgewählt und zu diesem von den Schülern Fortsetzungsgeschichten in englischer Sprache geschrieben. Für den letzten Abschnitts des Schuljahres ist die Gestaltung von Magic Books geplant, die die Schüler in kreativer Weise zur Verbesserung des Lesens und des kreativen Umgangs mit Sprache  befähigen sollen.

Zum Abschluss des Treffens gab es noch ein kulturelles Highlight, nämlich eine interessante Führung durch die nahe gelegene Universitätsstadt Exeter mit ihrer imposanten gotischen Kathedrale.

Am letzten Abend traf sich ein Großteil der englischen Lehrerschaft mit ihren Gästen zu einem Abschiedsessen.

Das letzte Arbeitstreffen findet in diesem Schuljahr Mitte Mai in Dinkelscherben statt.