Eigenverantwortliches Denken – AUSZEIT 

Die Ziele des Programms sind: verantwortlich zu denken, Entscheidungen zu treffen, darüber nachzudenken, was man eigentlich will und welches die Folgen des eigenen Verhaltens sind.

Innerhalb bestimmter gesellschaftlicher Grenzen hat jeder die Wahl zu entscheiden, wie er sich verhalten will. Ohne Regeln, Pflichten und Rechte ist ein geordnetes und friedliches Zusammenleben, auch in der schulischen Gemeinschaft, nicht möglich.

Durch das Programm des eigenverantwortlichen Denkens soll lernbereiten Schülern ein entspannter und ungestörter Unterricht ermöglicht werden. Häufig störenden Schülern wird die Gelegenheit gegeben ihr Verhalten zu überdenken.

Verstoßen Schüler gegen die Regeln, stören sie den Unterricht und werden ermahnt ( Störungsprotokoll ). Mit einem weiteren Störversuch treffen sie die Entscheidung, den Unterricht zu verlassen, d.h. eine Auszeit zu nehmen.

 

Auszeit (Time-out) :

 Jeder Lehrer hat einen Plan, aus dem hervorgeht, wohin der betreffende Schüler wann geschickt werden kann. Der Schüler erhält von ihm  ein Auszeitprotokoll mit Signum und Uhrzeit, mit dessen Hilfe er überdenken soll, wie er in die missliche Lage kam, in das Time-out.

Kommt der Schüler in der Auszeit an, bearbeitet er das Auszeitprotokoll und lässt sich beim Verlassen der Partnerklasse die Auszeit von der betreuenden Lehrkraft mit Signum und Uhrzeit bestätigen.

Jeder Schüler, der die Auszeit in Anspruch nimmt, hat die Pflicht, den versäumten Unterrichtsstoff  selbstständig nachzuholen.

Schüler, die mehrmals in der Auszeit waren, müssen mit weiteren erzieherischen Maßnahmen rechnen. Deshalb ist es wichtig, die Auszeiten mithilfe einer Strichliste für jeden Schüler festzuhalten!

Diese Aufgabe übernimmt die Klassenleitung, d.h. Fachlehrer legen die Auszeitprotokolle in die Postfächer der entsprechenden Lehrkraft.

 

Grundrechte

  • Jeder Schüler hat das Recht ungestört zu lernen.
  • Jeder Lehrer hat das Recht ohne Störungen zu unterrichten.
  • Alle müssen stets die Rechte des anderen beachten und respektieren.

Klassenergebnisse

Verhaltensregeln:

  • Ich höre zu, wenn andere sprechen.
  • Ich warte, bis ich aufgerufen werde.
  • Ich achte das Eigentum anderer.
  • Ich spreche höflich.
  • Ich gehe rücksichtsvoll mit anderen um.
  • Ich befolge die Anweisungen der Lehrkraft.
  • Ich passe im Unterricht auf und beteilige mich.

Störungsprotokoll

 

 

 

Schlüsselfragen

  • liegt  auf jedem Pult übersichtlich aus
  • Störungen werden mit Datum, Zeit und Art der Störung notiert.

 

nach der ersten Störung:

    1. Was tust du gerade?
    2. Gegen welche Regel verstößt du?
    3. Was passiert, wenn du wieder störst?              ( Auszeit  )
    4. Wofür entscheidest du dich?

 

nach der zweiten Störung: Auszeit !

3 Auszeiten

  • Nacharbeit oder Gemeinschaftsdienst

5 Auszeiten

  • Verweis + Elterngespräch

7 Auszeiten

  • Verschärfter Verweis + Elterngespräch

9 Auszeiten

  • Disziplinarausschuss ( Schulausschluss)

]     Schüler muss sich vorbereiten ( Vorfall, Verstoß, ... )

]     Teilnehmer: S, Eltern, Schulleitung, Klassenlehrer, ...

 

Gewinn und Chancen

 

für die Schülerinnen/Schüler:

]   Lernen, dass sie in ihrer Entscheidungsfähigkeit  gestärkt werden

]   Üben, antizipatorisch zu denken

]   Lernen, sich an Regeln zu halten

]   Üben die Konsequenz ihres Verhaltens zu berücksichtigen

 

für die Lehrkräfte:

]   Chance, einen weitgehend störungsfreien Unterricht zu halten

]   Weniger Ermahnungen

]   Kein Feilschen

]   Keine langen Diskussionen

]   Stringentes Vorgehen